Rückblick auf vergangene Termine
Zum Dauerbrenner Medienkritik gab es zwei Impulsvorträge mit Diskussion. Ulrike Sumfleth berichtete über „Simulierte Vielfalt: Die Presse und ihre Weltanschauung“. Der Neoliberalismus umklammert die vielfältigsten politischen Weltanschauungen und vereint scheinbar ganz gegensätzliche Positionen. Joachim erklärte, was „Framing“ ist, eine Kommunikationstechnik, die zur unbewussten Meinungsbildung führt.
Das Treffen fand einmalig im Rudolf Steiner Haus statt, weil unser bisheriges Lokal geschlossen hat. Wo wir uns ab Juli treffen, wird baldmöglichst veröffentlicht (siehe Juli-Termin).
Nach Monaten mit festgelegten Themen reflektierten wir diesmal, was wir besser machen können. U.a. sollen die Vorträge kürzer werden und öfter aus den eigenen Reihen erfolgen. Dadurch haben wir mehr Zeit für Diskussion und aktuelle Themen.
Auch neue Themenvorschläge wurden gesammelt. Im Juli wollen wir möglichst abstimmen, welche wir weiterverfolgen und vorbereiten für Referate.
Drei interessante Termine im Juni:
10.6. Vollgeld-Volksabstimmung in der Schweiz
Am besten zu verfolgen über Facebook und Twitter. Dazu ein neuer, interessanter Artikel von Daniel Stelter im Manager Magazin: Warum eine Vollgeldreform die Probleme der Eurozone lösen könnte.
15.6. Wiesozial-Stammtisch
Wirtschaftsgesprächskreis, auch für Fachfremde
19:00-22:00 Uhr
Cafereisebar
Ottenser Hauptstraße 30
https://www.wiesozial.de/
18.6. makroskop-Gesprächskreis
18:30 Uhr
Roxie
Rentzelstrasse 6
Achtung, bitte per E-Mail anmelden bei:
Michael Paetz,
„Politische Morde und ihre Vertuschung“: Zu diesem Themenabend hatten wir den NDR-Journalisten und Buchautoren Patrik Baab zu Gast. Sein jüngstes Buch „Im Spinnennetz der Geheimdienste – Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“ hat er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Robert E. Harkavy im Westend Verlag veröffentlicht. Nach aktuellen Recherchen zum Giftanschlag in Salisbury (UK) ist er der Auffassung, dass die Spuren nicht nach Russland führen.
Der Abend war so spannend wie erwartet. Die ruhige, sachliche und sich auf belegbare Fakten berufende Argumentation von Patrik Baab ist so überzeugend wie beeindruckend. Darum sei sein Buch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich empfohlen.
„Der autoritäre Staat auf dem Vormarsch“: Vortrag und Diskussion mit dem Hamburger Rechtsanwalt Martin Gottschewsky, Mitinitiator der Initiative „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“.
Anlässlich der Neuordnung des bayrischen Polizeirechts diskutierten wir über Probleme der zunehmenden staatlichen Überwachung. Dabei ging es u.a. um technische Möglichkeiten wie das Tracking in Echtzeit durch öffentliche Videoaufnahmen, um Fragen der Verhältnismäßigkeit, die Zweckmäßigkeit einzelner Mittel, den Umgang mit Datenmassen und Löschungsmöglichkeiten. Hohe Einstimmigkeit bestand zu der These, dass mehr Überwachung nicht zu mehr Sicherheit führt.
Wer die Anwaltsinitiative unterstützen möchte, kann hier die „Hamburger Erklärung zur Totalüberwachung“ unterzeichnen. Diese enthält neun Forderungen an die Bundesregierung.
Der Verein ist auch offen für nicht-juristische Berufe!
