Gesprächskreis Februar 2019

Datum: 20. Februar 2019

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

Thema voraussichtlich: #Aufstehen und #Gelbwesten-Bewegung in Frankreich.

Schau bei Gelegenheit nochmal hier vorbei!

Gesprächskreis Januar 2019

Datum: 16. Januar 2019

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

Unser Haupt-Thema war Obdachlosigkeit – auf Hamburgs Straßen. Mit Öffentlichkeitsarbeiterin Sybille Arendt von Hinz&Kunzt diskutierten wir über Armut, Hilfsprojekte und politische Ursachen – allen voran die Wohnungsnot. Am stärksten von Obdachlosigkeit betroffen sind Menschen aus Osteuropa.

Das Zeitungssterben hat mittlerweile auch die Straßenzeitungen erwischt, die Obdachlose in vielen Städten verkaufen. Im Sommer sinken die Verkaufszahlen um die Hälfte. Dringende Bitte: Nicht „nur" spenden, sondern auch die Zeitung mitnehmen. Wie sie schon hat oder nicht lesen will, kann sie ja verschenken.

Mit 25 Teilnehmenden konnten wir wohl rund 100 Fragen stellen – und beschlossen, das Thema Wohnungsnot noch einmal gesondert aufzugreifen.

Weiteres Thema war u.a. die Frage, ob die Hartz-IV-Sanktionen verfassungswidrig sind. Rund 25 % der „Totalsanktionierten" verlieren  ihre Wohnung. Seit 15. Januar berät das Bundesverfassungsgericht zu dem Thema. Beim Prozessauftakt vor Ort war u.a. Ralph Boes, der bei uns auch schon einmal referierte und seit Jahren für die Abschaffung des Sanktionsparagrafen kämpft.

http://www.wir-sind-boes.de/newsticker-2.html

Gesprächskreis September 2018

Datum: 19. September 2018

Uhrzeit: *** ENTFÄLLT! ***

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

*** ENTFÄLLT! ***

Wegen Abwesenheit der gesamten Steuerungsgruppe entfällt das September-Treffen leider! Das nächste Treffen findet am 17. Oktober statt.

Gesprächskreis Dezember 2018

Datum: 19. Dezember 2018

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

Gesprächskreis Dezember 2018

Unsere Themen im Dezember waren:

Rufschädigung durch die Antonio-Amadeus-Stiftung

Wie umgehen mit den hanebüchenen „Antisemitismus“-Vorwürfen gegen die NachDenkSeiten? 2019 werden wir uns anschauen, wie Jeremy Corbyn es schaffte, aus den gegen ihn gerichteten Attacken gestärkt hervorzugehen.

Eine weitere Idee ist ein Argumentationstraining gegen Rechts, im Stil der „Stammtischkämpfer/innen“-Seminare der Linken. Eine solche Schulung dauert sechs Stunden und wurde bundesweit bereits schon mehr als 8000 Mal  durchgeführt.

Dazu Buchtipp: „Moshe Zuckermann, Der allgegenwärtige Antisemit“.

Und ein Videotipp bei friedensratschlag.de: „Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache“. Bernays gilt als „Vater der Public Relations“.

Situation von Julian Assange

Immer noch lebt Assange unter unwürdigen Bedingungen in der ecuadorianischen Botschaft in London, in ständiger Sorge vor einer Auslieferung an die USA. Diskutiert wurde, in welchem Zusammenhang seine Situation mit weiteren Themen zu sehen ist.

Aktuell wurden z.B. die Journalisten von Correctiv, welche die kriminellen CumEx-Geschäfte publik machten, verklagt – wegen angeblicher Anstiftung zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen. Journalismus ist kein Verbrechen: Zur Pressefreiheit gehört selbstverständlich das Recht, die Bevölkerung über gemeinwohl-relevante Themen zu informieren. Der Bundestag berät über ein Gesetz, das den Schutz von Geschäftsgeheimnissen und Hinweisgebern (Whistleblowern) regeln soll.

Zugleich hilft kaum jemand Assange. Schweigen herrscht z.B. bei Amnesty International, Reporter ohne Grenzen, den meisten Parteien und Journalisten (Medien berichteten zwar, doch es gibt kaum persönliche Soli-Bekundigungen von Journalisten auf Facebook und Twitter). Einzig die Linke zeigte Solidarität. Sevim Dağdelen und Heike Hänsel besuchten Assange in London.

Unsererseits ist als Minimum eine Petition für Freilassung geplant.

Solidarität mit den #Gelbwesten

Die Gelbwesten in Frankreich sind eine soziale Bewegung, die nicht parteigebunden ist. In Deutschland solidarisiert sich u.a. die #aufstehen-Bewegung um Sahra Wagenknecht mit den Protesten. Auch wir haben eine Weste mit unserem Logo in Auftrag gegeben.

Die Forderungen der Gelbwesten sind im Netz an vielen Stellen nachzulesen.

Neu: Kommentarfunktion auf unserer Website

Nutzt die Funktion, z.B. um Themenvorschläge für 2019 einzubringen!

Ein frohes und gerechtes neues Jahr!

 

 

 

 

Gesprächskreis November 2018

Datum: 21. November 2018

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

Gesprächskreis November 2018

Zum Thema „10 Years After the Crash – Unbewältigte Ursachen der Finanzkrise hielt Politikwissenschaftler Markus Henn aus Berlin einen mitreißenden Vortrag. Die Folien findest Du unten zum Download.

War die Lehman-Pleite vor 10 Jahren überhaupt die Ursache der Finanzkrise ab 2008? Oder war sie bereits die Folge einer zeitlich davorliegenden hochriskanten, instabilen Finanzmarktpolitik? Also schlicht das erste Opfer? Allein diese Fragestellung zeigt, wie kontrovers die Einschätzungen selbst unter Experten sind.

Henn ist ein solcher Experte, und es ist ihm hoch anzurechnen, wie ausgewogen er konträre Thesen und Ansichten zu erklären weiß. Als Referent für internationale Finanzmärkte vertritt er bei dem unterstützenswerten Verein WEED e.V. (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) die großen Top-Themen: Fragen rund um Banken und Ratingagenturen, Derivate, Fonds und Schattenfinanzplätze sowie Steuerflucht, Steuervermeidung und Freihandel mit Finanzdienstleistungen.

Anhand der erfolgten Reformen der letzten Jahre erläuterte Henn mit eindrucksvollen Einzelbeispielen ihre Wirkung – bzw. Nichtwirkung oder Schwächen. Zu den umstrittensten Themen im  linkspolitischen Spektrum zählt er derzeit die drei Fragen: Bankenrettung: Ja oder Nein? Staatsschulden: Gut oder böse? Geldschöpfung durch private Banken: Abschaffen oder beibehalten?

Bereichert sind wir um ausgewogene Argumente zu diesen und anderen schwierigen Themen, wie Entschuldungsverfahren für „Pleitestaaten“, was eigentlich Schattenbanken genau definiert, oder wie man die Drohung von einzelnen Banken einzuordnen hat, ohne sie drohe der Zahlungsverkehr zusammenzubrechen. Wo fängt die „Systemrelevanz" an, welche Rolle spielen dabei psychologische Effekte wie Angst, sein Erspartes zu verlieren? Auch die aktuellen Cum-Ex-Skandale waren natürlich Thema.

Ein wertvolles Fazit des Abends lautete: Wir wollen selbst besser argumentieren lernen! In Zukunft werden wir bei unseren Vorträgen noch mehr darauf achten, aus diesen Argumentationshilfen zu ziehen, die wir selbst in Diskussionen vortragen können.

 Folien: 

Vortrag_21112018_Finanzkrise-compressed

Unten findet Ihr noch interessante Link-Tipps!

Ulrike Sumfleth

 

Gesprächskreis Oktober 2018

Datum: 17. Oktober 2018

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00

Ort: Rindock's, Johnsallee 64, Hamburg

Gesprächskreis

Das mit den #CumExFiles haben wir natürlich geahnt: Unser Hauptthema war das Netzwerk Plurale Ökonomik. Die unterstützenswerte internationale Initiative von Studierenden kritisiert die Einseitigkeit der Volkswirtschaftslehre an den Unis und die Folgen. Zu denen zählt nicht zuletzt auch, dass irrsinnige Finanzprodukte wie Cum-Ex überhaupt möglich sind.

Die Studis haben in Deutschland bereits einen Lehrstuhl für plurale Ökonomik errungen, und ihre Kritik dringt zunehmend auch in „Leitmedien" vor. Zwei Mitglieder stellten den Verein und seine Ziele vor.

Die „Pluralen" sind auch gut vernetzt mit der Seite Wie sozial kann Wirtschaft sein, welche Wirtschaft für Fachfremde einfach erklärt. Und mit der Seite makroskop von Heiner Flassbeck, die tiefgründige Analysen zu Politik und Wirtschaft liefert.

Link-Tipps zum Netzwerk Plurale Ökonomik:
Lernplattform: https://www.exploring-economics.org/de
Youtube Channel: www.youtube.com/user/PluraleOekonomik

Weitere Themen waren:

#aufstehen: Erfahrungen aus den Gründungstreffen der Linken Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht. Die rund 400 in Hamburg aktiven Mitglieder könnten imgrunde auf einen Schlag die Hamburger SPD übernehmen. Realistischer und wünschenswert: Dass sie SPD und Linke  zu Debatten auffordern.

Das bestätigt auch die Bayernwahl-Analyse: Welche Rolle spielt die SPD noch? Ähnlich wie in den USA die Demokraten immer weniger eine Rolle spielen, finden bei uns die entscheidenden Kämpfe zwischen CDU und AfD statt.

#BargeldChallenge von Journalist Norbert Häring: So viel wie möglich bar bezahlen und darüber reden, warum. Als Gegenmittel zu den wachsenden Kampagnen zur Bargeldabschaffung.

Alternative Medien: Das Portal Neue Debatte ist noch relativ wenig bekannt. Betreiber Gunther Sosna ist ab und zu auch Gast bei Diskussionsveranstaltungen im Kulturcafé Komm du in Hamburg-Harburg.